Sven Helbig | I Eat the Sun and Drink the Rain - poetische Reise auf der Suche nach Menschlichkeit

Bolschoi Chor, Sven Helbig, Wilhelm Keitel, Festspiele Mark Brandenburg  

Lindenallee 23
15890 Eisenhüttenstadt

Tickets from €20.70
Concessions available

Event organiser: Festspiele Mark Brandenburg c/o Freunde der Residenzstadt Königs Wusterhausen eV, Bahnhofsvorplatz 5, 15711 Königs Wusterhausen, Deutschland

Tickets


Event info

Der Chor des weltbekannten Bolshoi-Theaters, mit seinen einzigartig warmen Stimmen ist in diesem Jahr mit Musik des Eisenhüttenstädters Sven Helbig auf Tournee und macht natürlich auch in der Geburtsstadt des Komponisten halt.
Mit bewegenden Melodien und Sven Helbigs ruhigen elektronischen Klängen ist “I Eat the Sun and Drink the Rain” der perfekte Höhepunkt zur Vorweihnachtszeit.

I Eat The Sun And Drink The Rain ist ein Werk für Chor und Live Electronics. Sven Helbig hat damit ein Konzeptalbum geschaffen, in dem er sowohl als Komponist als auch als Autor fast aller Liedtexte in Erscheinung tritt. Über zehn Stücke arrangiert er eine lose Narration, die sich mit drängenden Fragen der Gegenwart beschäftigt.
In dem klanggewaltigen Werk treffen zarte Chorflächen auf pulsierende Synthesizer. Erhabene A-Cappella-Akkorde schichten sich über digitale Klangschöpfungen. Dabei ergänzen sich die kunstvolle Stimmführung des Chores und die Electronics perfekt.
I Eat The Sun And Drink The Rain ist die konsequente Weiterentwicklung des musikalischen Prinzips der Pocket Symphonies und Pocket Symphonies [Electronica]. Hier finden sich volksliedhafte Stücke (Abendglühen) neben feinen harmonischen Verwebungen á la Arvo Pärt (Kyrie) und minimalartiger Drone Music (Gedenken).
Eine Reihe von sehr dunklen, melancholischen Stücken, deren Texte er meist selbst verfasst hat. Helbig beschreibt das Werk selbst als poetische Reise auf der Suche nach Menschlichkeit.
Der musikalische Bogen spannt sich vom archaischen »Kyrie Eleison« über Leopardi´s »L´Infinito« bis hin zur modernen Reflektion über die menschliche Seele als wunderbarer Teil der Natur. Samtener Chorwohlklang trifft auf digitale Klangwelten und A Cappella Gesang auf des Komponisten pulsierenden Sound.
Begleitet wird das Werk von den hypnotischen Bilderwelten des isländischen Video- Künstlers Máni M. Sigfússon. Der Chor der Bolschoi Oper Minsk wird geleitet von Wilhelm Keitel, Sven Helbig sitzt und begleitet live an den Electronics.

Sven Helbig wuchs in Eisenhüttenstadt auf. Somit ist die Aufführung im Friedrich-Wolf-Theater ein besonderes Highlight und Heimspiel für ihn.

Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit VOCALISE 2019 statt.

Besetzung:

Dirigent: Wilhelm Keitel
Chor: Minsk
Live Electronics: Sven Helbig



Künstlerinfo:

Sven Helbig (Komponist)
Er ist als Grenzgänger zwischen klassischer Orchestermusik, Pop und experimentellen Klangformen erfolgreich. Aufgewachsen in Eisenhüttenstadt (Brandenburg) mit Klarinette, Gitarre und Klassik aus einem selbstgebastelten Radio, studierte Sven Helbig an Dresdens Musikhochschule „Carl Maria von Weber“. Nach dem Abschluss lebte er einige Zeit in New York, spielte in der Carnegie Hall, der Met und in den Clubs des Greenwich Village. Rhythm ´n´ Blues und Gospel nehmen seither Einfluss auf seine Kompositionen. Er ist Mitbegründer der Dresdener Sinfoniker, Europas erstem Orchester, das ausschließlich Neue Musik interpretiert. Er tourt Solo mit elektronischer Musik und arbeitete als Produzent mit Pop-Größen wie den Pet Shop Boys, Rammstein und Polarkreis 18. »Pocket Symphonies«, sein Debüt-Album bei der Deutschen Grammophon, erschien 2013. Das Chorwerk „I eat the Sun and drink the rain“ folgte 2016 beim Label »Neue Meister«, das auch »Tres Momentos« (2018) betreut hat.


Wilhelm Keitel (Dirigent)
Sein Portfolio könnte kaum größer sein: Es reicht von Konzerten mit Dame Margaret Price über Belcanto-Star Lucia Aliberti bis zur Travestiekünstlerin Conchita. Wilhelm Keitel arbeitete u.a. mit dem BBC Concert Orchestra, dem Radio Symphonieorchester Stuttgart, den Hamburger Symphonikern und dem Radioorchester Oslo. Geprägt von Leonard Bernstein und Seiji Ozawa als seinen Mentoren in New York und Tanglewood, setzt er seit über drei Jahrzehnten musikalische Akzente von der Operette bis zur Filmmusik-Gala. Als ständiger Gastdirigent ist er der Bolschoi Oper Minsk und dem Radio- und TV-Orchester Belarus verbunden. Gemeinsam tourten sie 2011 mit Helene Fischer durch Deutschland und glänzten vor ausverkauften Rängen. Jüngst dirigierte Wilhelm Keitel das Programm „Disney in Concert“, hervorgegangen aus der Zusammenarbeit mit den renommierten Filmmusik-Komponisten Hans Zimmer und John Powell sowie mit Annett Louisan und Alexander Klaws als Solisten.


Chor der Bolschoi Oper Minsk (Chor)
„Groß“, auch „ausgezeichnet“ bedeutet das russische Wort bolshoi ins Deutsche übersetzt. Neben St. Petersburg und Moskau war es das Opernhaus Minsk, das in der Sowjetunion das Prädikat tragen durfte und dessen Programm durch seine künstlerische Qualität den Titel rechtfertigte. Seit 1992 gastieren Chor und Orchester im Ausland, in Deutschland waren sie in der Berliner Waldbühne und auf dem Odeonsplatz München zu erleben. Einen besonderen Glanzpunkt vermochten die Belarussen 1997 beim Ersten Internationalen Opernfestival Manaus (Brasilien) zu setzen. Sie spielten vor ausverkauften Rängen im Teatro Amazonas Rossinis »Il barbiere di Siviglia«, Verdis »La Traviata« und Bizets »Carmen«. Höhepunkt war eine Open-Air Aufführung am Ufer des Rio Negro unter der Leitung von Wilhelm Keitel, der mit dem Chor und Orchester der Bolschoi Oper Minsk seit über zwei Jahrzehnten zusammenarbeitet sowie weltweit tourt.

Location

Friedrich-Wolf-Theater
Lindenallee 23
15890 Eisenhüttenstadt
Germany
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Das Friedrich-Wolf-Theater gilt als kulturelles Zentrum von Eisenhüttenstadt. Es besteht aus vier verschiedenen Spielstätten: Dem Theatersaal und dem Rangfoyer, der „kleinen bühne“ und einer im Grünen gelegenen Freilichtbühne, die im Sommer für Open-Air-Veranstaltungen genutzt wird.

Das Theater wurde 1955 eröffnet und stand zunächst allein in der Landschaft. Das brandenburgische Eisenhüttenstadt war damals noch im Aufbau als erste Planstadt der damaligen DDR, der gelbe Säulenbau also ein Vorstoß für ein kulturelles Gemeinschaftsleben. Auf der Bühne gaben sich damals die Größen der DDR-Showszene die Klinke in die Hand, aber auch klassisches Theater wurde gezeigt. Nach der Wende wurde der Theaterbetrieb fortgesetzt, nach der Renovierung 2010 ergänzte man das Programm um Lesungen und Musikveranstaltungen. Mittlerweile kann das Friedrich-Wolf-Theater auf über 60 Jahre Geschichte zurückblicken und ist bei den Besuchern sehr beliebt. Der stimmungsvolle Hauptsaal bietet ebenso wie die moderne „kleine bühne“ die ideale Atmosphäre für jede Art von Veranstaltung.

Die Anreise zum Theater kann mit dem Auto über die E30/A12 aus der Richtung Berlin oder über die B97/B112 aus der Richtung Cottbus erfolgen – Parkplätze stehen am City Center zur Verfügung. Auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Theater gut erreichbar, der Busbahnhof befindet sich in Laufweite und wird von verschiedenen Buslinien angefahren.